Identitätssicherheit

3 Gründe für ein Investment in digitale Identitätssicherheit

Unsere Welt ist zunehmend digitalisiert und findet in vielen Bereichen nur noch online statt. Das gilt zunehmend auch für unseren Arbeitsalltag: Firmen sind dank Kommunikations- und Kollaborationstools in der Cloud vernetzt. Unsere Systeme wie CRM oder ERP wurden zur besseren Datenverfügbarkeit ebenfalls in die Cloud ausgelagert. Gleichzeitig stellen sich hier nun zunehmend Fragen nach der bestmöglichen Absicherung eben jener ausgelagerten Infrastruktur. Denn es hat sich gezeigt: VPN und Virenschutz allein reichen schon lange nicht mehr aus, um Ihre Unternehmens-IT zuverlässig vor einem Fremdzugriff zu schützen.

Daher sollten Sie – wenn nicht schon geschehen – unbedingt über ein sinnvolles Identity Management und eine tiefere Absicherung Ihrer Mitarbeiteridentitäten nachdenken. Das beinhaltet die Frage, wie sich Ihre Mitarbeiter digital ausweisen können, um sich so vor Missbrauch der eigenen Identität und deren Folgen zu schützen. Wir haben 3 wichtige Gründe zusammengetragen, warum Sie spätestens jetzt in digitale Identitätssicherheit in Ihrem Unternehmen investieren sollten.

Heute den Arbeitsplatz von morgen absichern

Die Zukunft ist digital – das heißt auch remote! Zwar hat es Remote Arbeit auch schon vor 2020 gegeben. Doch 2020 war ein Booster für eine schnellere Digitalisierung im Bereich Office-Anwendungen. „Digital-only“ gilt daher bereits heute für die Zusammenarbeit und Kommunikation. Trotz der Bedenken vieler Unternehmen sind die Mitarbeiter damit erstaunlich gut zurechtgekommen. Sie haben schnell gelernt, diese neuen Arbeitsweisen zu antizipieren und die Vorzüge für sich zu nutzen. Doch dies ist nur ein Teil der Medaille: Wenngleich die Einführung von Kommunikations- und Kollaborationstools großen Anklang gefunden hat, wurde doch oft die Sicherheit der Netzwerke und insbesondere die Absicherung der Mitarbeiteridentitäten vernachlässigt. Schnelle operative Handlungsfähigkeit zu erlangen war Priorität; Gedanken über IT-Sicherheit erfolgten, wenn überhaupt, erst im zweiten Schritt.

Dabei hat die Verlagerung des (Arbeits-)Lebens in die digitale Welt die perfekten Bedingungen für Cyberkriminalität geschaffen. Phishing und Social Engineering-Angriffe auf Unternehmen sind in Folge der Krisensituation gestiegen. Mit der Einführung eines zweiten Faktors zur Absicherung von Applikationen verhindern sie Identitätsmissbräuche. Denn nur, wer sich doppelt ausweisen kann – mit einem nur ihm bekannten 2. Faktor –, erhält letztlich Zugriff auf eine Datei oder ein System. Mit einem sinnvollen und zurückhaltenden Zugriffsmanagement stellt zudem sicher, dass nur diejenigen Mitarbeiter Zugriff auf sensible Bereiche Ihrer Unternehmens-IT haben, die diese auch wirklich benötigen.

Verbesserte Usability erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit

Wir erwarten heute eine hohe Usability und eine durchgehend gleichbleibende User Experience bei unseren Anwendungen. Nicht mehr nur im privaten Umfeld, sondern auch bei den Applikationen, die wir im Arbeitsleben nutzen. Eine passwortlose Anmeldung erhöht die Produktivität und Akzeptanz Ihrer Mitarbeiter: Denn sie müssen sich keine Vielzahl an komplexen Passwörtern merken und können sich mit einem Klick an ihrem PC und in ihren Applikationen anmelden. Die Verbindung einer Multifaktor Authentifizierungslösung mit Single Sign-On-Funktionalität erlaubt einen schnellen, bequemen und unterbrechungsfreien Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen. Ohne Kompromisse beim Thema Sicherheit.

Vereinfachung Ihrer Compliance-Prozesse

Die zentrale Verwaltung von Nutzeridentitäten sowie die vereinfachte Anmeldung per Single Sign-On erhöhen langfristig die Produktivität und Effektivität Ihrer Mitarbeiter. Es fallen langwierige Prozesse zur (wiederholten) Anmeldung an Einzelapplikationen sowie der obligatorisch Passwortwechsel in bestimmten Zyklen weg. Auch für Ihre Administratoren wird das Leben leichter, denn sie können auf komplexe Passwortrichtlinien und die Kontrolle eben jener verzichten. Selbst ein einfaches, unsicheres Passwort ist durch MFA zu einem sicheren Login mit höchsten Sicherheitsanforderungen geworden.

Gleichzeitig führen Sie mit einem sinnvollen Identity and Access Management sowie einer sicheren Multifaktor Authentifizierungsmethode einen wichtigen Meilenstein zum Schutz Ihre Unternehmens-Compliance ein. Denn der Diebstahl von (Mitarbeiter-)Identitäten gefährdet Ihr Unternehmen tiefgehend: Durch die Kompromittierung Ihrer IT-Landschaft und dem möglicherweise damit verbundenen Datenverlust können Datenschutzklagen sowie Untersuchungen zur Unternehmens-Compliance folgen. Diese sind oftmals teurer als der tatsächlich entstandene Schaden durch Produktivitätsausfälle.

Digitale Transformation

Digitale Transformation und IT-Sicherheit

Digitale Transformation und das damit verbundene (IT-)Change Management haben sich in den letzten Jahren von Buzzwords zu wichtigen Treibern in Unternehmen entwickelt. Auch der deutsche Mittelstand holt bei diesen wichtigen Entwicklungen auf, wenn auch noch zögerlich. Viele Unternehmer scheuen sich vor großen Umwälzungen in ihren IT-Landschaften. Oftmals stehen sie auch vor der Frage, wie sie diese wichtigen Felder vorantreiben können – ohne dass das wichtige Thema IT-Sicherheit dabei ins Hintertreffen gerät?

Denn durch die zunehmende Vernetzung aller Maschinen sowie Geschäftsprozesse sind ganze IT-Landschaften durch äußere Einflüsse gefährdet. Daher sollte neben einer digitalen Strategie auch eine darauf aufbauende Sicherheitsstrategie im Unternehmen eingeführt werden. Das bedeutet auch, dass die Budgets für die Unternehmens-IT angepasst werden müssen. Denn eine technische Aufrüstung ohne sicherende Maßnahmen im Hintergrund steht auf wackligen Beinen.

Hier einige wichtige Tipps

Bauen Sie Insellösungen ab

IT-Strukturen sind meist gewachsene Lösungen, die erweitert und ergänzt wurden, wann immer dies für das jeweilige Geschäftsmodell nötig war. Diese Insellösungen sind mal besser, mal schlechter über verschiedene Schnittstellen verbunden – manchmal existieren sie aber auch nebeneinander, sodass jede Niederlassung oder Nebengeschäftstelle eine eigene Lösung vorzuweisen hat. Dass nicht nur die Applikationsstruktur unübersichtlich ist, sondern in einer solchen Landschaft auch die Sicherheit der Systeme oftmals eher nebulös sein wird, liegt dabei auf der Hand. Jedes System muss separat geschützt werden und wenn – etwa beim Ausscheiden eines Mitarbeiters – die Netzwerk- und Sicherheitspläne nicht ordentlich dokumentiert und weitergegeben wurden, kann es auch passieren, dass wichtige Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen vielleicht nicht ordentlich geprüft und angepasst wurden.

Neben ökonomischen Gründen sollte auch der Sicherheitsaspekt Grund genug für die meisten Firmen sein, diese heterogenen, wenig-vernetzen IT-Landschaften abzubauen und durch eine durchgängige Applikations- und Netzwerklandschaft zu ersetzen. Das spart Kosten und Ressourcen bei Aufbau und Pflege der Firmennetzwerke und sorgt für einheitlich hohe Sicherheitsstandards in Ihrem Unternehmen.

Setzen Sie nicht auf Top-Down-Kommunikation

Wird das Vorgehen deutscher Unternehmen bei der Digitalisierung beschrieben, so begegnen einem oft die Begriffe “zögerlich”, “langsam” und “risikoavers”. Trotzdem ist festzustellen, dass sich etwas tut – aber eben auch, dass sich insbesondere der Mittelstand schwertut. Ganz besonders damit, neue System einzuführen, die vielleicht auch die Einführung neuer Prozesse mit sich bringen. Insbesondere in der Führungsebene hängt man zu sehr am Alten, das man dann auch ins Neue transformieren möchte. Das funktioniert so nicht! Insbesondere auch deshalb, weil hierbei die Mitarbeiter nicht mit einbezogen werden. Denn die digitale Transformation und das Change Management leben vom Dialog. Und insbesondere auch von der Kommunikation down-top. Ja, Sie haben richtig gelesen. Ihre Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg Ihres digitalen Transformationsprozesses.

Daher: Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit

Das bedeutet zweierlei: Lernen Sie von Ihren Mitarbeitern. Insbesondere die jüngere, technik- und IT-affine Generation möchte und besonders kann mitmischen. Ideen einbringen. Und noch wichtiger, Wissen bereitstellen und umsetzen. Gleichzeitig gilt es aber auch, diejenigen Mitarbeiter mitzunehmen, die neuer Technologie und dem damit verbundenen Wandel eher kritisch gegenüber stehen. Nehmen Sie ihre Bedenken ernst und greifen Sie diese für Ihr IT- und Sicherheitskonzept auf.

Daneben bedeutet es aber auch, dass Sie in das Wissen Ihrer Mitarbeiter in Sachen IT-Sicherheit investieren sollten. Wichtig dabei: Aller Mitarbeiter, die in Ihrem Netzwerk arbeiten und auf mindestens eines Ihrer Systeme oder eine Ihrer eingesetzten Applikationen zugreifen. Denn egal wie gut Ihre Firma, was IT-Sicherheit angeht, technisch aufgestellt ist, der größte Schwachpunkt in ihrem Sicherheitsnetzwerk ist der Faktor Mensch: Phishing- und Social Engineering-Angriffe werden immer ausgefeilter. Daher sollten Sie Ihre Mitarbeiter durch Schulungen und Tests optimal auf einen solchen Ernstfall vorbereiten. Um so Lücken für Angreifer proaktiv bestmöglich zu schließen.

Seien Sie proaktiv

Viele Firmen, aber auch Privatpersonen, unterschätzen noch immer, wie wichtig die Investition in präventive Sicherheitsmaßnahmen ist. Daher ist das Budget für den digitalen Wandel in Firmen oftmals groß, das Budget für die zugehörigen Sicherheitsmechanismen jedoch ungleich geringer. Diese “was-soll-uns-schon-schlimmes-passieren”-Mentalität kann sehr schnell sehr teuer werden. Auch wenn es erst mal nicht so scheint: Vorabinvestitionen in Sicherheit sind sehr viel günstiger, als auf einen entstandenen Schaden zu reagieren.

Sie wurden gehackt? Das bedeutet: Stillstand, möglicherweise Datenverlust, aber noch viel schlimmer: Reputationsverlust und im Worstcase schwindende Auftragszahlen aufgrund von verspäteten Lieferungen oder aufgrund mangelnden Vertrauens Ihrer Kunden in Sie und Ihre Compliance.

Sie sehen: Aktion zahlt sich aus. Reaktion kann daher nur der letzte Weg sein.

Ihre Benefits einer auf IT-Sicherheit fußenden Digitalen Transformation

 Applikations- und Datensicherheit sowie Verfügbarkeit

Durch hohe Sicherheitsstandards sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter immer Zugriff auf die nötigen Applikationen haben. Nur so können Geschäftsabläufe reibungslos funktionieren. Gleichzeitig schützen Sie die Daten ihres Unternehmens sowie Ihrer Kunden. Neben dem Betriebsablauf ist dies auch hinsichtlich rechtlicher Verordnungen mehr als notwendig.

Beste User Experience, erstklassiges Compliance-Management und Kosteneffizienz

Vernetzte Systeme erlauben es Ihren Mitarbeitern, schnell und einfach zwischen Anwendungen mit ähnlichen Benutzeroberflächen zu wechseln. Dadurch sparen Sie viel Zeit beim Erlernen neuer Programme, aber auch beim täglichen Arbeitsablauf. Gleichzeitig ist es bei einer solchen Vernetzung überaus wichtig, dass diese Systeme ausreichend geschützt sind, damit diese nicht kompromittiert werden können. Das klingt zunächst aufwendig, aber stellen Sie sich mal den Aufwand vor, wenn Sie die Sicherheitsmechanismen auf demselben hohen Level bei jeder einzelnen Applikation installieren und pflegen müssten. So erleichtern Sie Ihrer IT das Arbeiten, ebenso wie dem Enduser am Arbeitsrechner. Und können für ein geringeres Budget einen höheren Sicherheitsstandard liefern.